BAUEN UND WOHNEN
Unsere Ziele für Veitshöchheim
1. Wohnraum für alle – für eine bunte und vielfältige Gesellschaftsstruktur in Veitshöchheim
Veitshöchheim zählt aktuell knapp 9.700 Einwohner (Stand 31.12.2024). Damit unsere Gemeinde
lebendig bleibt – für Familien, Senioren, junge Erwachsene und Menschen in unterschiedlichen
Lebensphasen – brauchen wir vielfältige und preiswerte Wohnformen: generationenübergreifende
WGs, Mietwohnungen, Nachverdichtung, kleinere Wohnungen für Alleinstehende oder Paare und
barrierefreie Wohnungen. So ermöglichen wir, dass Menschen mit unterschiedlichsten
Hintergründen und Einkommensniveaus in Veitshöchheim wohnen können.
2. Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung in der Bauabwicklung
In Veitshöchheim haben Bau- und Infrastrukturprojekte einen hohen Stellenwert – mit
entsprechend großem Investitionsvolumen. Das stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.
Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den verfügbaren Ressourcen. Wir fordern:
weniger Ausgaben für Gutachten, Varianten und externe Planungen, mehr Augenmaß bei
Projektumfang und klare Verantwortungsübernahme in der Bauverwaltung für schnellere
Entscheidungen und zügige Umsetzungen.
3. Schaffung energieeffizienter Gebäude mit geringen Unterhalts- und Wartungskosten
In Hinblick auf Umwelt, Nachhaltigkeit und langfristige Erschwinglichkeit ist es sinnvoll, Neubauten
oder Sanierungen mit energieeffizienten Konzepten anzugehen — von Dämmung über moderne
Heiz-/Energiesysteme bis Barrierefreiheit. So entstehen Häuser, die dauerhaft bezahlbar und
zukunftsfähig sind und den Nutzer/innen gleichzeitig niedrige Betriebskosten bieten.
Unser Fahrplan – Wie können wir unsere Ziele erreichen?
1. Mehr Offenheit
Bauanträge flexibler handhaben:
Wir setzen uns im Gemeinderat dafür ein, dass Nachverdichtung, Aufstockung und alternative
Wohnformen ausdrücklich zugelassen werden. So nutzen wir Baulücken und ungenutzte Räume
sinnvoll für Wohnraum.
Bebauungspläne anpassen:
Statt starrer Vorgaben brauchen wir flexible Regelungen, die Umnutzung, Aufteilung großer
Bestände und kreative Wohnmodelle ermöglichen. Das schafft Gestaltungsspielraum und
beschleunigt Genehmigungen.
Neue Konzepte einführen:
Wir wollen ein kommunales Leerstandsverzeichnis und eine digitale Wohnungsbörse schaffen.
Eigentümerinnen und Eigentümer sollen aktiv angesprochen werden, ungenutzte Immobilien
wieder nutzbar zu machen – z. B. als Generationen-WGs, gemeinschaftliche Wohnprojekte oder
Wohnungstauschmodelle.
2. Informieren, informieren, informieren
Fortbildung für Verwaltung und Gemeinderat:
In unserer schnelllebigen Zeit, ist die Bereitschaft sich fortlaufend zu informieren und
weiterzubilden oft der entscheidende Vorteil. Verwaltung und Gemeinderat müssen sich daher
fortlaufend zu Förderprogrammen und innovativen Bauansätzen fortbilden, um schnelle und
fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Zentrale Anlaufstelle für Bauherren:
Über bestehende Strukturen (z. B. Familienstützpunkt, o.ä.) sollen Beratungsangebote zu
Fördermöglichkeiten, energetischer Sanierung, barrierefreiem Bauen und Umbauen sowie
Umnutzung eingerichtet werden – inklusive Unterstützung bei Anträgen.
Bedarfe früh erkennen:
Wir müssen uns schon heute mit den Bedarfen der nächsten Jahrzehnte beschäftigen. Gebaut
wird nicht von heute auf morgen. In unserer Gemeinde sollten wir uns dringend mit dem
Wohnraumbedarf und möglichen Konzepten für Senioren und Seniorinnen beschäftigen.
3. Neue Wege beim gemeindlichen Bauen – ein Kommunalunternehmen Bau.
Wir regen eine ernsthafte und ergebnisoffene Prüfung an, ob für Veitshöchheim die Einrichtung
eines Kommunalunternehmens Bau sinnvoll ist. Ziel ist nicht die Schaffung neuer Bürokratie,
sondern die Frage, ob Bauaufgaben der Gemeinde künftig effizienter, schneller und
professioneller umgesetzt werden können. Die Prüfung soll klären, welche Bereiche ausgelagert
werden könnten, welche Rechtsform geeignet wäre und welche finanziellen sowie personellen
Voraussetzungen nötig sind. Wichtig ist dabei maximale Transparenz gegenüber Gemeinderat und
Bürgerschaft: Welche Chancen bietet ein solches Modell, welche Risiken bestehen, und welche
Erfahrungen haben andere Kommunen gemacht?
Potenzielle Aufgaben eines Kommunalunternehmens Bau:
• Planung und Bau kommunaler Gebäude
• Sanierung und energetische Modernisierung
• Projektsteuerung und Bauüberwachung
• Entwicklung und Umsetzung von Wohnbauprojekten
• Organisation und Durchführung von Vergaben
• Koordination von Infrastrukturmaßnahmen und Außenanlagen
• Erstellung eines langfristigen Sanierungs- und Gebäudeplans
Potenzielle Vorteile für die Gemeinde:
• Schnellere Umsetzung durch schlanke Entscheidungswege
• Professionelle Projektorganisation und klare Zuständigkeiten
• Bessere Kostenkontrolle und transparente Verfahren
• Bündelung von Fachwissen an einer Stelle
• Nachhaltige Bauqualität und mehr Planungssicherheit
Eine sachliche und strukturierte Prüfung ist daher der notwendige erste Schritt, um fundiert zu
entscheiden, ob Veitshöchheim mit einem Kommunalunternehmen Bau langfristig besser und
moderner aufgestellt sein kann.
